MGV Obertal hält den Pokal im Rennen

47 Schützen-Trios wetteiferten in Münstertal um den Belchencup / So viele Teilnehmer wie noch nie am Start / Viele sehr gute Einzelergebnisse.

Das MGV-Trio Obertal mit Anton Bernauer, Hermann Nein und Ludwig Wiesler holte sich den Belchencup 2017 – mit Gratulation von OSM Egon Dietsche (rechts) und Sportwart Georg Allmendinger (links). Foto: Manfred Lange ©BadischeZeitung

MÜNSTERTAL. Das war ganz im Sinne des veranstaltenden Schützenvereins Münstertal (SVM), der zum 19. Male in Folge den Wettbewerb um den Belchencup ausgeschrieben hatte. Mit 47 teilnehmenden Dreier-Teams waren so viele Mannschaften wie noch nie an Schießständen im Moos an den Start gegangen. Insgesamt waren das – ohne den erstmals ausgeschriebenen Jugend-Cup – 140 Hobby-Schützen, 94 männliche und 46 weibliche und damit doppelt so viel wie im Vorjahr.

Das Cup-Siegertrio „Sautrieber“ aus den beiden Vorjahren wollte mit dem dritten Sieg in Folge in den endgültigen Besitz des schmucken Cup-Reliefs mit dem Motiv des Schaubergwerkes Teufelsgrund kommen, womit im nächsten Jahr beim 20. Cup-Wettbewerb ein neuer Belchenpokal fällig gewesen wäre. Das hat das Trio des Männergesangvereins Obertal (MGVO) nicht zugelassen und verwies mit 587 von 600 möglichen Ringen und damit vier Ringen Vorsprung die „Sautrieber“ auf Platz zwei. Diese wollen dann beim Jubiläumsschießen um den 20. Cup im nächsten Jahr den Spieß umdrehen und mit ihrem insgesamt fünften Sieg die Trophäe endgültig holen.

Die 47 Dreier-Teams von Hobby- und Freizeitschützen aus Familien, Stammtischen, Vereinen, Betriebsgemeinschaften und Nachbarschaftsteams hatten einen Riesenspaß an den elektronischen Schießständen im Schützenhaus.

Zum höchst beachtenswerten Spitzenergebnis des MGVO mit 587 Ringen trugen als treffsichere und konstante Freizeitschützen bei: Anton Bernauer (198 Ringe), Ludwig Wiesler (197) und Hermann Nein (192). Mannschaftsplatz zwei belegte mit 583 Ringen das Vorjahressiegertrio „Sautrieber“ mit Ralf Nopper, Axel Glockner und Uwe Franz, während Platz drei mit ebenfalls 583 Ringen sich überraschend die Skiclub-Damen (Sonja Freund, Petra Schelb, Ute Wiesler) sicherten. Auf den weiteren Plätzen folgten die Trios Autohaus-Sutter, Familie Mutterer, Tennisfreunde-1, Frühaufsteher, Schwarzwaldkapelle-1, MGVO-2 und Bure-Märkt. Im Kreis der weiteren drei Dutzend Teams tummelten sich so köstliche Gruppen wie Bierdurst, Holzwürmer, Klosterbrüder, Moorhühner, Sahneschnitte oder Volldruf. Alle durften sich über einen Sachpreis freuen, meist gestiftet von Sponsoren des Schützenvereins. In der Einzelwertung-Herren der insgesamt 94 Schützen dominierte Thierry Pfleger mit sagenhaften 199 Ringen vor Uwe Franz (198), Anton Bernauer (198) sowie Ludwig Wiesler, Axel Glockner und Martin Burgert (alle 197). Die Einzelwertung-Damen kann da ganz gut mithalten mit Christel Dietsche und Petra Schelb (beide 195 Ringe) sowie Sonja Freund, Ute Wiesler und Annette Hochländer (alle 194 Ringe). Und selbst der erstmals ausgeschossene Jugendcup, an dem sich acht Jugendliche in vier Zweierteams beteiligten, lässt für die Zukunft guten Schießsport erwarten. Emma und Moritz Gutmann brachten es auf 362 Ringe (Platz 1), Silas Wiesler und Mathes Kilb auf 355 Ringe (Platz 2) und Nicolai Schelb und Bastian Richter auf 289 Ringe (Platz 3). Aus den Händen von Oberschützenmeister (OSM) Egon Dietsche und Sportwart Georg Allmendinger nahmen die Erstplatzierten den Belchen-Cup 2017 nebst Urkunden und Präsenten entgegen.

Der MGVO stellte im Rahmen der Siegerehrung und Pokalübergabe im kleinen Festzelt beim Schützenhaus im Moos erneut unter Beweis, dass er genauso gut singen, wie schießen kann. Das Publikum war sichtlich angetan vom dargebotenen Ständchen unter der Leitung von Dirigent Werner Salm.

Ins Rahmenprogramm eingebunden waren Grußworte von Bürgermeister Rüdiger Ahlers, der dem Schützenverein dankte für dessen aktives und sportliches Engagement vom inzwischen sanierten Schützenhaus weit über das Tal hinaus (bis ins olympische Gefilde) und dabei die Jugend des Tales und den eigenen Vereinsnachwuchs nach besten Kräften fördere und unterstütze. Als Präsident des Badischen Sportbundes lobte Gundolf Fleischer neben dem sportlichen Aspekt auch den sozial-mitmenschlichen Wert, den der SVM im Bereich des Breiten- wie des Spitzensports seit mehr als einem halben Jahrhundert in die Bevölkerung hineintrage und den Schützensport damit zu einem wertvollen Garant mache für die Symbiose von Brauchtum und Sport.